Einen Plan haben und Prioritäten setzen

17-jähriger Christioph Ertelt aus Breitenholz engagiert sich als Fußball-Nachwuchstrainer. Kürzlich weilte er bei einem Seminar auf Einladung des VfL Wolfsburg.

Mit sieben Jahren begann Christoph Ertelt aus Breitenholz mit dem Fußballspielen Zehn Jahre später ist er bereits Mitglied im Trainerteam der F-Junioren-Fußballer der SG Leinefelde/Birkungen. Derzeit steckt er zudem mitten in den Vorbereitungen auf seinen Abiturabschluss und spielt in der A-Juniorenmannschaft des JFV Eichsfeld Mitte in der Verbandsliga um Punkte. Wir sprachen mit ihm über sein Engagement und sein Zeitmanagement.

Mit 17 Jahren bist Du schon sehr engagiert! Spielst Fußball und bist Trainer. Wie bekommst Du das alles mit der Schule in den Einklang?
Es ist natürlich nicht leicht und auch ein wenig stressig. Vor allem, weil ich bald auf das Abitur zugehe. Trotzdem meistere ich das eigentlich gut. Man muss sich halt einen Plan machen und Prioritäten setzen.

Was macht Dir als Trainer Spaß beziehungsweise wieso hast Du damit begonnen, wie kam es dazu?
Ich hatte schon früher darüber nachgedacht, irgendwann etwas in die Richtung zu machen.  Als ich die Gelegenheit bekam, hab ich sie genutzt. Ich mag es generell mit Kindern zu arbeiten. Es ist toll die Fortschritte in der Entwicklung jedes einzelnen Spielers zu erkennen.

Welche Mannschaft trainierst Du und welche Aufgaben hast Du im Trainerteam?
Ich trainiere die F-Jugend der SG Leinefelde/Birkungen. Wir sind ein kleines Trainerteam und wir teilen uns die Aufgaben untereinander auf.

Kürzlich warst Du beim Fußballbundesligisten in Wolfsburg. Welchen Hintergrund hatte der Besuch?
Unser Verein hat eine Partnerschaft mit dem VfL Wolfsburg und deswegen wurden wir eingeladen, dort an einem Seminar teilzunehmen. Dabei ging es um Funinio, eine Trainingsmethode beziehungsweise ein neues Spielsystem. welches zum Beispiel in Bayern schon zur Anwendung kommt. Der Workshop war sehr informativ.

Kannst Du das in die Arbeit mit Eurer Mannschaft einbeziehen?
Wir beziehen es schon jetzt in unser Training ein und es funktioniert sehr gut. Die Kinder lernen dabei wirklich miteinander zu spielen. Zudem stärkt es das Spielverständnis. Das sind die ersten Beobachtungen nach dem wir das Methode nun intensiver nutzen.

Am Sonntag (10. November) fährst Du wieder nach Wolfsburg? Welchen Grund hat die Fahrt?
Wir nehmen an einem Funinio-Turnier teil. Der VfL Wolfsburg hat dazu eingeladen. Anschließend besuchen wir auch das Bundesligaspiel gegen Bayer Leverkusen.

Was erhoffst Du Dir von der Aktion?
Ich erhoffe mir vor allem, dass die Kinder Spaß haben und dass es für uns, wie auch für die Spieler ein einmaliges Erlebnis wird. Der Erfolg steht da eher im Hintergrund. Ich finde es einfach nur schön, dass uns so etwas ermöglicht wird.

Was sind Deine Ziele mit der A-Junioren als Spieler und welche Ziele verfolgst Du als Trainer?
Natürlich möchte ich als A-Junior so viel wie möglich spielen und mich selber auch stetig verbessern. Im Hauptfokus steht dabei, dass ich so schnell wie möglich wieder von meiner momentanen Verletzung zurückkomme, und das wir als Mannschaft eine gute Restsaison spielen.

Als Trainer ist mein vorrangiges Ziel, dass ich die Spieler so gut wie möglich weiterentwickle und mich selber natürlich auch Weiterbilde. Das heißt zum Beispiel den C-Trainerschein zu machen. Wichtig ist mir für die Kinder nicht der Erfolg, sondern ihnen den Spaß am Fußball zu vermitteln und sie so gut wie es geht auf die nachfolgenden Jahre vorzubereiten.

Ist der Trainerjob auch was für Deine Zukunft?
Klar. Zwar will ich nach der Schule studieren, aber ich werde versuchen mich trotzdem so viel wie möglich für den Verein zu engagieren, denn es macht mir so viel Spaß, dass ich damit nicht aufhören möchte und kann.